Bilanz nach der ersten Theatersaison
Das Freilichttheater in der alten Sagi Heimenhausen hat seine Vorführungen abgeschlossen: Ein zugkräftiges Theaterstück, ein idyllisches Areal, eine hervorragende Regisseurin, 30 topmotivierte Schauspieler, fast 100 Helfer und rund 5'200 Besucher: Die Bilanz des Organisationskomitees fällt durchwegs positiv aus: Gotthelfs «Gäldstag» war ein Renner.
OK-Präsident Dieter Widmer aus Wanzwil ist mit dem Ergebnis des Freilichtheaters mehr als zufrieden: «Unsere Erwartungen sind weit übertroffen worden.» Es war ein Wagnis, das sein umsichtiges Organisationskomitee vor mehr als zwei Jahren eingegangen war - aber der Mut wurde belohnt: «Wir hätten nie gedacht, dass wir jede Vorstellung vor vollem Haus würden spielen können», bilanziert Dieter Widmer. Wegen der grossen Nachfrage wurde sogar die Tribüne zweimal erweitert und mussten Zusatzvorstellungen durchgeführt werden. Ab der Premiere wurde das Stück insgesamt 29 Mal gespielt.
Die Reaktionen des Publikums fielen einheitlich aus: Das Theaterstück «Der Gäldstag» begeisterte. Die 30 Darsteller spielten die Handlung um das Wirtshaus Gnepfi und die Gotthelf-Figuren einfühlsam, echt und unverfälscht, das Theaterstück war zugleich überschäumend lustig und bodenlos traurig. Regisseurin Madlen Mathys aus Rütschelen gelang in der alten Sagi Heimenhausen einmal mehr ein Meisterstück.
Das Theaterrestaurant Gnepfi war für die Besucher eine weitere Attraktion. 1 Tonne Rösti, fast 500 kg Geschnetzeltes und 1000 Ring Rauchwürste wurden, lecker zubereitet durch Küchenchef Hans-Rudolf Leuthold und seine Küchenbrigade, unmittelbar neben der plätschernden Oenz gegessen. Der Besucherandrang war zeitweise derart gross, dass die Restaurantequipe an ihre Grenzen kam. Fast 100 Helfer in der Küche, im Service und beim Parkdienst sorgten für einen reibungslosen Ablauf.
Der OK-Präsident weiss, dass das Freilichttheater ohne die Unterstützung durch die Sponsoren und die vier Gemeinden Herzogenbuchsee, Heimenhausen, Röthenbach und Wanzwil nie hätte realisiert werden können. «Wir sind den 41 Sponsoren und den 4 Gemeinden deshalb zu grossem Dank verpflichtet», erklärt Dieter Widmer. Es sei von der Bevölkerung und den Sponsoren sehr geschätzt worden, dass im Oberaargau eine kulturelle Topleistung geboten worden sei. Das Organisationskomitee dankt auch den Anwohnern von Heimenhausen für ihr Verständnis.
Mit der Derniere fand ein siebenwöchiger, intensiver Zeitabschnitt mit vier bis fünf Vorstellungen pro Woche seinen Abschluss. Bei der kleinen Abschiedsfeier am Samstag flossen Tränen - Tränen, die das herzliche Verhältnis und den guten Teamgeist unter den Schauspielern und den Helfern bezeugten.

