Ein Stück nach dem Roman von Elisabeth Müller, 8. Juli ­bis 13. August 2011

«Der Gäldstag»

nach dem Roman von Jeremias Gotthelf

 

«Der Gäldstag» von Peter Steiger und Renate Adam nach dem Roman «Der Gäldstag oder Die Wirtschaft nach der neuen Mode» von Jeremias Gotthelf ist eine Parabel über die Sucht nach Geld und Besitz. Nebst der gotthelfschen Moral steht eine kraftvolle Lebensfreude, die uns antreibt, Grenzen zu überwinden.

 

Es ist die Geschichte einer jungen Frau. Unangepasst und aufmüpfig, steht sie da und fordert ihr Recht auf Glück. Sie heisst Elsi und ist die neue Wirtin vom Wirtshaus zur «Gnepfi». Als sie mit ihrer Familie dort einzieht, jutzt sie laut: «Hie mache mr üses Glück! Hie isch üses Glück!» Doch es soll anders kommen. Bereits nach zwei Jahren soll Eisi ihre Gnepfi wieder hergeben müssen. Sie wehrt sich, beisst, kratzt, schreit, verwünscht. Es nützt nichts. Es kommt zum Gäldstag. Die «Gnepfi» wird versteigert.

 

In einer Rückblende erlebt das Publikum, wie es zu diesem Gäldstag kam.

 

Voller Zuversicht ziehen Eisi und Steffen mit ihren Kindern und Diensten auf das heruntergewirtschaftete Gasthaus «Gnepfi». Nach anfänglichem Erfolg zeichnet sich bald die Wende ab. Steffens Trinkerei und Spielsucht sowie Eisis Überheblichkeit führen sie immer mehr ins Elend. Mit Schulden überhäuft, bleibt nach Steffens überraschendem Tod nur noch die Versteigerung.

 

Die Geschichte endet tragisch und geht zu Herzen. Aber wie in allen guten Geschichten vereinen sich Tragik, Humor, Poesie und Witz.

   





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